Macht der Konsumenten

Wir als Verbraucher haben eine erhebliche Macht, die oft unterschätzt wird. Wir entscheiden, wo und in welchen Mengen wir Kleidung, Lebensmittel, Strom und Gas kaufen, aber auch welche Bank unser Erspartes wo investiert. Es wird nur das produziert und angeboten, was wir auch kaufen. Lasst uns diese Macht nutzen.

Money makes the world go round!

Klar ist: Wir würden uns gerne richtig, also nachhaltig, verhalten, aber irgendwie schaffen wir es nicht. Weil ein Zwei-Personen-Haushalt nicht genug Gläser für 15 Gäste hat. Weil es keinen Spaß macht, bei Schnee, Matsch und Regen zur Arbeit zu radeln, wenn das Auto so trocken und warm ist. Weil die Tempel auf Yucatán und die Reisterrassen auf Bali so sehenswert sind.

Weil wir alle bequem sind und es immer eine Ausrede gibt.

Wenn alle Menschen so leben würden wie wir, würden wir die Ressourcen von drei Erden verbrauchen. Die haben wir aber nicht! Wie kommen wir zum 1-Erde-Konsum? Der Wandel muss im Kopf beginnen. Bewusst einkaufen ist ein erster Schritt und besser als nichts. Aber:

Für die Umwelt ist der beste Kunde der, der nichts kauft.

Das hört sich nach Verzicht und „Zurück auf die Bäume“ an. Eigentlich ist es aber ein Kulturwandel, die Konzentration auf das Wesentliche, die „Befreiung vom Überfluss“. Es geht darum, Dinge zu teilen, zu reparieren, länger zu nutzen. Sich zu fragen:

Brauche ich das wirklich?

Die gute Nachricht: Es gibt Anlaufstellen für Alternativen zum Kauf und möglichst nachhaltigen Konsum in unserer Region. Die Wandelkarte ist der Wegweiser für unseren Kulturwandel: Wo gibt es in meiner Umgebung Wochenmärkte, vegetarische Restaurants oder Sharing-Angebote?

Zusätzlich findet ihr hier weitere Möglichkeiten, bewusste Konsumentscheidungen zu treffen und euer Geld sinnstiftend zu investieren.

Da geht noch was!

Im Klima-Aktions-Bündnis suchen wir nach Wegen hier bei uns, den Kulturwandel weg vom Massen-Konsum zu gestalten. Wir wollen bestehende Reparatur-Cafés unterstützen und neue initiieren, Tausch- und Teilbörsen eröffnen und bekannt machen. Lasst uns zeigen, dass weniger Kaufen nicht beschränkend und bedrückend, sondern im Gegenteil befreiend und gemeinschafts-fördernd ist!

Wenn dich das Thema interessiert, werde aktiv in den AGs Konsum und Regionalität.